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Das Dreieck (Trikonasana)

 

Ein Übungsbeispiel

 

 

Das Dreieck ist eine wichtige Grundstellung in der Asana-Praxis. Es kann i.d.R. von jeder gesunden Person in jeder Altersstufe ausgeführt werden, da jeder es nach seinem eigenen Maß praktiziert und so weit in die Stellung hinein geht, wie er das Asana bei freiem Atem halten kann.

 

 

Vorbereitung

 

Bevor der Übende mit der Ausführung beginnt, ist es günstig, sich eine Vorstellung über die Art und Weise der Ausgestaltung und über die Bedeutung des Asana zu bilden.

 

Heinz Grill beschreibt als einen Aspekt zum Dreieck: "Der freudige Ausdruck der Weite ist die Expression in dieser Bewegungsform." (Heinz Grill: Initiatorische Schulung in Arco. Ein neuer Yogawille für ein integratives Bewusstsein in Geist und Welt. Soyen: Verlag für Schriften von Heinz Grill 2000, Seite 65.)

 

Ausgehend von einem Gedanken bleibt die Übung keine reine Körperübung, sondern bereichert auch das Empfindungsleben und regt die Gestaltungskräfte des Menschen an.

 

Wie kann die Weite in die Erfahrung gebracht werden? Wie entsteht sie? Wie kann sie gestaltet werden? Was bedeutet „Weite“?

 

 

Ausführung

 

Das Bild des Dreiecks zeigt eine seitliche Bewegung des Oberkörpers. Der Bereich der Flanken wird gedehnt. Dieses ist körperlich wahrnehmbar.

 

1.

Dazu wird ein gleichseitiges Dreieck mit den Beinen eingenommen. Der Abstand zwischen den Beinen entspricht etwa der eigenen Beinlänge. Die Füße zeigen nach vorn. Der Oberkörper ist entspannt aufgerichtet, die Arme sind seitlich am Körper. Der Atem fließt in seinem eigenen Rhythmus bis in die Flanken und in den Bauchraum. Hierbei sollte der Atem nicht durch die willentliche Betätigung des Zwerchfelles in den Bauchraum geführt werden. Er findet von selbst seinen Weg, wenn der Übende den aufgerichteten Oberkörper zunehmend entspannt, besonders im Schulter- und Nackenbereich, und den Stand immer mehr in die Ruhe und Stabilität führt. Der Übende nimmt eine Dreigliederung des Körpers ruhig und bewusst wahr: Stand, Mitte, Oberkörper.

 

2.

Dann legt er die Aufmerksamkeit in den Bereich des Sonnengeflechts, im oberen Bauchraum (Manipura-Cakra). Hier liegt der Ansatzpunkt für die seitliche Bewegung des Oberkörpers. Der Übende führt dazu den linken Arm nach oben und den rechten zur Seite. In einer weit angesetzten Bewegung wird der Rippenbogen über den Beckenkamm zur Seite hinausgetragen, sodass die rechte Hand das Bein berührt, ohne sich aufzustützen. Der linke Arm bleibt neben dem Kopf und zeigt zur rechten Seite. Der Halt liegt im Bereich des Sonnengeflechts.

 

Bei der Seitwärtsbewegung ist darauf zu achten, dass sich weder die Hüfte noch der Oberkörper zur Seite wegdrehen. Beide bleiben nach vorn ausgerichtet. Schultern und Nacken sind weiterhin entspannt.

 

3.

Am Anfang der Asana-Praxis wird die Stellung für ein paar Atemzüge gehalten, bei fortgeschrittener Praxis auch länger. Das Bewusstsein bleibt dabei in einer entspannten Übersicht gegenüber dem Körper.

 

4.

Der Übende kehrt dann in einer weiten Bewegung mit dem Oberkörper zur Mitte zurück und wechselt zur anderen Seite.

 

Es empfiehlt sich jede Seite dreimal auszuführen. Anschließend kann eine körperliche Veränderung durch die Übung wahrgenommen werden. Der Flankenbereich ist gedehnt. Das Aufrichten der Wirbelsäule gelingt oft leichter als vor der Übung.

 

 

Atmung

 

Was passiert mit der Atmung durch dieses Asana? Wie verändert sie sich? - Jede Bewegung wirkt auf die Atmung. Das Dreieck wirkt besonders auf den Bereich des Zwerchfelles. Manchmal ist dieser Bereich verspannt durch körperliche Fehlhaltungen oder durch psychische Einflüsse wie Stress, Überforderung u.a. Die Folge kann eine mehr flache oder eingeengte Atmung sein.

 

Die Seitwärtsbewegung des Dreiecks regt diesen Bereich des Zwerchfelles an, arbeitet ihn durch, sodass die Atmung wieder weiter und freier fließen kann, insbesondere im Bereich der Flanken.

 

 

Seelische Ebene

 

In der Bewegung des Dreiecks dehnt sich der Übende weit in den Raum. Er verlässt seinen gewöhnlichen aufgerichteten Stand und begibt sich in eine neue Position hinein. Das Bedürfnis nach Ausdehnung, Aktivität, Entwicklung und Beziehungsaufnahme wird dabei angesprochen.

 

Das Hinausgleiten zur Seite geschieht nicht als impulsiver und kraftvoller Willenseinsatz, sondern ist gegliedert: Der Stand ruht stabil, die Körpermitte im Bereich des Sonnengeflechts ist aktiv, der Oberkörper bewegt sich weit und entspannt zur Seite. Der Wille bleibt auf diese Weise der ausführenden Handlung zugeordnet und ist gegliedert. Dadurch bleiben auch die anderen beiden Seelenkräfte, das sind das Denken und das Fühlen, freier. Der Gedanke bleibt in seiner Klarheit und kann leichter in der Konzentration gehalten werden. Das Fühlen ist offen für neue Empfindungen.

 

 

Sozialfähigkeit

 

Die gesamte Yoga-Praxis kommt nicht nur dem Übenden zugute, sondern auch seinem Umfeld und den Mitmenschen. Die Dehnung der Flanken führt zu einer Offenheit. Der Übende öffnet sich damit auch mehr für den Raum, und dadurch mehr für die Umgebung und für die Menschen. Diese Offenheit nach außen ist eine Voraussetzung für jede Beziehung.

 

Im Dreieck erlebt der Übende eine Dreigliederung des Körpers. Um diese umzusetzen, gebraucht er seine Willenskraft. Auch im Leben ist der Mensch ein Handelnder. Er kann seinen Willen als einzige geballte Kraft einsetzen, die aufdringlich wirkt und den Mitmenschen den Raum nimmt. Oder er kann sie auf geordnete Weise in das Leben hinein führen, sein Umfeld wahrnehmen und sein Vorhaben mit ihm abstimmen. Diese Ordnung und Gliederung gibt sowohl ihm als auch seiner Umgebung Raum und Weite.

 

 

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Manuela Maria Walbrühl

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Das Erleben der Weite

(Dreieck / Trikonasana)

 

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